Breuste, Hans-Jürgen


Kreismuseum Peine

Öffnungszeiten
Di-So 11 bis 17 Uhr
Eintritt kostenlos!

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Breuste, Hans-Jürgen

Hans-Jürgen Breuste (* 21. Mai 1933 in Hannover; † 28. Januar 2012 in Hannover)
war ein deutscher bildender Künstler und Objekt-Künstler.

 


 

Exponatbescheibung

„Torbogen“ - Standort: vor dem Kreismuseum, Stederdorfer Str. 17

Er betont den Eingang des Museums, den der Besucher im verwirrenden Kreishauskomplex sonst nicht finden könnte und retuschiert den Mangel, dass das Museum nicht durch die schöne Haustür des Glück-auf-Hauses betreten werden kann. Einem „Museum der Alltagskultur“ steht eine Skulptur, deren Einzelteile aus dem Umfeld der Peiner und Salzgitteraner Walzwerker kommen, gut zu Gesicht.

Die Museumsleitung sieht die Skulptur gern als „Triumpfbogen“, durch den die Peiner im Triumpf in ihr Museum einziehen, das aber auch von Kindern gernals Turngerät benutzt wird. Schließlich erinnert die Konstruktion an ein überdimensionales Reck.

 

„Regal“ - Standort: auf dem Parkplatz hinter der Bäckerei Seidel, am Ende der Stützwand zwischen Parkplatz und Schlosswall

Die Skulptur erinnert an eine Art überdimensionales Regal, in das viele kleine Einzelteile aus Stahl geschichtet sind: eine Anspielung auf die mit Taschen bepackten Menschen, die vom Einkauf zurückkehren und ihre Einkäufe im Regal deponieren könnten. Durch die verformten und schiefen Teile bekommt das Regal und sein Inhalt paradoxerweise etwas Weiches und Schlaffes. Assoziationen an Taschen und Kissen werden wach.

Kritiker fanden, dass die Skulptur zu sehr auf den Parkplatz „gequetscht“ und dadurch ohnehin knapper Parkraum beschnitten worden sei. Breuste hat diesen Standort  jedoch selbst als sehr passend empfunden, da hier die Kontaktaufnahme und Kommunikation mit den Peiner Menschen besonders leicht fielen.

 

„Teppichstange“ - Standort: auf dem Parkplatz in der Nähe der Telefonzellen am Aufgang Schlosswall

Die überdimensionale „Teppichstange“ wird durch 3 Peiner Träger gebildet. Als „Teppich“ rollt sich ein riesiges verbogenes Plattenteil über das Reck, gehalten von einem Rüttelsieb-Gitter.

Die Skulptur an dieser Stelle interpretiert die städtebaulichen Probleme im südlichen Bereich des Parkplatzes. Sie tritt in einen geschickten Dialog mit der pittoresken Baulücke, deren Stufungen und Auswüchsen, die von einzelnen Teilen in der Skulptur aufgenommen werden.

 

„Sandwich“ - Standort: auf dem Rasen vor dem 50er-Jahre-Bau des Kreishauses

Hans-Jürgen Breuste - SandwichDie Skulptur unter dem Balkon des Landrates erinnert an ein überdimensionales Sandwich, dessen Scheiben sich bereits nach oben biegen, verformt vom langen Liegen. Auf den ersten Blick verweigert die Plastik durch die abweisenden Platten eine Annäherung, doch schaut man um die Ecke, öffnet sich ein spannendes Innenleben, ein Vor und Zurück von Geraden und Senkrechten, die nicht auf den ersten Blick fassbar sind.

Man denkt an einen abgegrenzten, etwas unheimlichen Raum, eine Werkshalle etwa, in dem große Dinge wie z.B. Stahlstempel, geschützt gelagert sind. Der Raum gibt aber nicht wirklich Schutz, denn er hat kein Dach und ist außerdem kreuzweise verrammelt wie ein abbruchreifes Haus. So ähnlich stellt sich jetzt die Situation auf der Ilseder Hütte dar.

Dr. Ulrika Evers, Kreismuseum Peine

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