Best, Ute


Kreismuseum Peine

Öffnungszeiten
Di-So 11 bis 17 Uhr
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Best, Ute

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Künstlerinfo

Ute Best, Keramikerin,  wohnt und arbeitet in Vöhrum bei Peine (Niedersachsen).
Häufige Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen in Frankreich.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind polierte Gefäß-Keramik, die sie bei ca. 900 Grad reduzierend brennt, Objekte, Installationen und Raku.
Zur Zeit beschäftigt sie sich vorwiegend mit poetischen Texten, die sie auf die Keramikoberflächen eindruckt.

Seit Ute Best 1994/95 im Kreismuseum Peine ihre erste große Einzelausstellung zeigte, startete ihre Künstlerkarriere richtig durch, sie wandelte sich mit ihren Installationen von der Kunsthandwerkerin zur Künstlerin.Vor allem in Frankreich engagiert, beteiligt sie sich sehr gern bei Ausstellungen, deren Themen ihr immer und schon lange am Herzen liegen. In Paris traf sie auf faszinierende KünstlerInnen aus vielen Ländern, die sie zur aktuellen Ausstellung nach Peine einlud.

Sie ist eine leidenschaftlich agierende, auch politische Künstlerin: Für den Frieden (z.B. „Frieden bauen“), für Gerechtigkeit, wobei sie auch umstrittene Themen nicht ausspart („Der Hexenbaum“), gleichzeitig aber feinsinnig fasziniert von Lyrik. Gedichte sind neben der Bildenden Kunst ihr Lebenselixier.

So begann sie folgerichtig, geliebte Gedichte auf ihre Gefäße mit Bleilettern aufzudrucken, sie sich Buchstabe für Buchstabe langsam anzueignen, als Gegengewicht zu einer oft oberflächlichen Wahrnehmung in unserer schnelllebigen Zeit, als in Ton verewigte Literatur. Auch, wenn Tongefäße zerbrechlich sind, überleben sie doch länger, z.B. in Gräbern, als die heutigen flüchtigen Speichermedien der Computer. Die auf die Gefäße geprägten Gedichte fordern auch die Leser heraus: Sie müssen sich die Mühe machen, langsam und konzentriert zu lesen, um die Texte wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen. Ute Best arbeitete zu Rilke, zu Ödon von Horvarth, vor allem aber zu dem griechischen Lyriker Giannis Ritsos (1909-1990), ein linker, noch heute umstrittener Intellektueller, der den Griechen mit seinen Gedichten ihr nationales Selbstbewusstsein und ihre Würde zurückgab. Mehrere Objekte beschäftigen sich mit ihm, der zweimal inhaftiert war, unter den Nazis und der Militärjunta (1967-74), z.B. „Der Durst in Mistras“, „Barfuss im heißen Sommer“ oder die Boden-Installation der durchscheinenden „Blätter für Ritsos“ aus Porzellan.


Stück für Stück verdichtete sich Ute Bests Arbeit hin zu Installationen. Stellvertretend für viele, viele andere mag die Arbeit „Herkulesstaude/Die illegale Pflanze/Asyl für eine Pflanze“ stehen, die die Künstlerin in natura und als Objekt in ihrem großen, wunderschönen Garten beherbergt. Von vielen Gärtnern wird die Staude als ein verhasster Einwanderer angesehen, dem mit allen Mitteln zu Leibe gerückt werden müsse, weil sie unausrottbar das Land übernehme und zudem giftig und ätzend sei. Dabei fasziniert sie durch grafische Schönheit und dient als Bienenweide, - die Parallele zu den ungeliebten Einwanderern, die verjagt werden sollen, egal in welchem Land, ist unübersehbar.

Auf Kopfhörern zu dieser Installation hat Ute Best den passenden Song von Genesis „The return of the giant hogweed“ eingespielt, der zum Schluss in eine Siegeshymne übergeht. Die Installation könnte zu einem „Multikulti“-Denkmal dienen.


Mit poetischen Mitteln versucht Ute Best in ihrer Kunst, auf Missstände hinzuweisen, bis ins Herz hinein engagiert, poetisch-sinnlich, vielschichtig interpretierbar, aber in der Sache unnachgiebig.

Dr. Ulrika Evers, Kreismuseum Peine

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Die Künstlerin zu Ihrem Schaffen

Meine rot-schwarze Bibliothek
Wir leben in einer Zeit der Entwertung des gedruckten Wortes. Unsere heutigen Dokumente sind Schallplatte, Magnetbänder, Filme Videos, Disketten und CD-Rom, deren Dauerhaftigkeit noch nicht bewiesen ist. Demgegenüber haben die in feuchten Ton eingeritzten und eingeprägten Zeichen der Vorzeit trotz ihrer Zerbrechlichkeit die Jahrtausende überdauert. Ohne diese Zeugnisse wüssten wir nichts über das Denken und Fühlen unserer Vorfahren.


Meine "rot-schwarze Bibliothek" ist für mich der anachronistische Versuch, Texte und Gedanken aus Büchern, die mir etwas bedeuten, "begreifbar" und dauerhaft zu machen. Die Buchstaben habe ich eingeprägt in die noch feuchte Oberfläche von geglätteten und z.T. polierten Tonkugeln oder in die beim Aufbrechen der Tonmasse entstandenen Spaltflächen.

 


 

Lebenslauf

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1941 geboren in Schongau, Oberbayern
1962 Gesellenprüfung als Schauwerbegestalterin in Darmstadt
Berufstätigkeit in Frankfurt/Main bei Nikolaus Franz
1972 Beginn der keramischen Arbeit in Braunschweig
1975/77 Gasthörerin an der TU Braunschweig: Elementares Formen bei
Professor Jürgen Weber
1978 Eröffnung von Werkstatt und Atelier in Peine-Vöhrum
1979/94 Dozentin an der KVHS Peine, Fachbereich Keramisches Gestalten
1983 Kurzaufenthalt im Töpferzentrum Sagain, Burma
1985 Studienreise zum Töpferzentrum La Borne, Frankreich
1990 Teilnahme am Symposium für Keramik "La Borne en Feu", La Borne Frankreich
1992 Mitglied der Künstlervereinigung L' ARALOUROUX, Paris
1994 Studienreise nach Mali, Westafrika, Töpferei der Frauen im Dogonland
2001 Teilnahme am internationalen Bildhauer-Symposium "Das Skulpturen Weg Projekt", Nienhagen bei Celle
2007 Teilnahme am internationalen bildhauerisch keramischen Symposium in Paczków , Polen
Mitglied in der Künstlervereinigung „L'Aralaloux“, Paris
Mitglied der Künstlervereinigung „Le genie de la bastille“, Paris
2013 Mitarbeit bei Art Surprise/ 100 Unikate für einen Kunstautomaten

 


 

Einzelaustellungen

1989 Café Atelier, Hannover (Deutschland)
1992 "De L'Afrique", Galerie au 9è étage, Paris (Frankreich)
"Afrika - Faszination - Inspiration", Atelier Ute Best, Peine-Vöhrum (Deutschland)
"Breda Fotographica", Breda (Holland)
"Novemberinszenierung", Atelier Sambale, Heidelberg (Deutschland)
1994/95 Kreismuseum Peine (Deutschland)
1996 Institut National de Géographie, ST. Mandé, Paris (Frankreich)
"Forumtreff", Filderstadt bei Stuttgart (Deutschland)
1997 "Signale", Galerie Painen, Berlin (Deutschland)
1999 Stadtmuseum Schongau (Deutschland)
"Hommage für Jannis Ritsos", Stiftung für Griechische Kultur, Berlin (Deutschland)
Kunstverein "Das Fachwerk", Bad Salzuflen (Deutschland)
Atelier E. Lemaigre-Voreaux, Barbizon (Frankreich)
2004 Installation "Hexenbaum" im öffentlichen Raum vor dem Kreishaus in Peine (Deutschland). Im Auftrag des Frauenbüros des Landkreises
2009 Installation „Hierüber soll kein Gras wachsen”, Metamorphose des Hexenbaumes in Peine
2011 Picknick in Tschernobyl, Installation Keramik, Fotografie , Actuel' art Lagalerie, Paris

 


 

Gruppenausstellungen

1988 "Erlebnisse - Gespräche - Aktionen", Hannover-Isernhagen (Deutschland)
1989 "Leben weitergeben", KUBUS Hannover (Deutschland)
1989-91 Verschiedene Gruppenausstellungen in Peine-Vöhrum und Hannover (Deutschland)
1991 Marburg (Deutschland)
Kleines heiliges Kreuz, Goslar (Deutschland)
1992 "Artistes aux Présents (I)" mit der Gruppe L'ARALOUROUX, Rue du Faubourg St. Antoine, Paris (Frankreich)
1993 Ausstellungsforum Berliner Allee 17, Hannover (Deutschland)
1994 Ausstellungsforum Berliner Allee 17, Hannover (Deutschland)
"Artistes aux Présents (II)", Atelier Karen Gulden, Bastille, Paris (Frankreich)
1995 "Kreismuseum unterwegs" mit der Gruppe L'ARALOUROUX, Atelier Ute Best, Peine-Vöhrum (Deutschland)
"Contribution love to human mother", Internationale Ausstellung für Frauen in Shenzhen und Peking, anläßlich der 4. Uno-Weltfrauen-Konferenz in Peking (China)
"Association de Plasticiens" mit der Gruppe L'ARALOUROUX, "Le Pléiade", Commentry, Auvergne (Frankreich)
Galerie Ecritures, Montluçon, Auvergne (Frankreich)
Kunstverein Gifhorn (Deutschland)
1996 Gruppe L'ARALOUROUX, Essec IMD-CNIT, La Défense, Paris (Frankreich)
50. Salon de Mai, Quai Branly, Paris (Frankreich)
"Rund um die Frankenberger Kirche", Ausstellung im Rahmen von
"GOSL' ART (I)", Goslar (Deutschland)
Ateliers"Portes Ouvertes" de la Bastille, Paris (Frankreich)
"Schmuck - Keramik", Kreismuseum Peine (Deutschland)
1997 51. Salon de Mai, Quai Branly, Paris (Frankreich)
Galerie Dieleman, Château Petit Leez, Flandern (Belgien)
Ateliers"Portes Ouvertes" de la Bastille, Paris (Frankreich)
1998 Ausstellung zeitgenössischer Kunst, Musée des Sapeurs Pompiers de France,
Montville, Normandie (Frankreich)
"Art Contemporain", mit der Gruppe L'ARALOUROUX, Palais de Justice Médiéval, Petit Musée en Chantier, Verneuil en Bourbonnais (Frankreich)
"Art et Paix", 9éme Edition, Hôtel de Ville, Nanterre (Frankreich)
1999 Maison pour Tous, Ville.d'Avray (Frankreich)
2000 Salon COMPARAISONS, Espace Branly, Paris (Frankreich)
27. Januar bis 6. Februar 2000 - BIENNALE EUROPEENNE D'ART CONTEMPORAIN, Espace des Calandres,
Eragny sur Oise (Frankreich)
Achte Veranstaltung "Portes Ouvertes" im Atelier der Malerin Marina Haccoun-Levikoff, La Ville du Bois (Frankreich)
Kreismuseum Peine (Deutschland) , Ausstellung "Neun Künstler", Atelier Ute Best, Peine-Vöhrum (Deutschland)
GOSL'Art (II), Zeitgenössische Kunst, Rund um die Frankenberger Kirche, Goslar (Deutschland)
Dritter Salon Manganèse, Vaureal , Val d'Oise (Frankreich)
"10 jours pour l'art 2000", Montreuil/Paris (Frankreich)
"Métamorphoses du Livre", Centre Artistique, Verderonne (Frankreich)
Ausstellungsforum Berliner Allee 17, Hannover (Deutschland)
2001 "10 Jahre L'ARALOUROUX", Ausstellung zum 10-jährigen Bestehen der Künstlervereinigung. "Le Pléiade", Commentry , Auvergne (Frankreich)
Teilnahme am internationalen Bildhauer-Symposium "Das Skulpturen Weg Projekt", Nienhagen bei Celle (Deutschland)
Schauplatz "Zeitgenössische Kunst", Ausstellung "Intrusions", Bibliothek der Universität Paris-Creteil , Val de Marne (Frankreich)
2002 Salon Comparaisons, Espace Auteuil, Paris (Frankreich)
4. Salon Manganèse, Vaureal, Val d'Oise (Freankreich)
Ausstellung Papierinstallation - Malerei - Keramik, Atelier Ute Best, Peine-Vöhrum (Deutschland)
Zeitgenössische Kunst, Ausstellung in der Zentralen Akademie der Schönen Künste in Peking (China)
Ausstellung im Goethe-Institut, Bordeaux (Frankreich)
Atelier Elisabeth Le maigre-Voreaux, Barbizon (Frankreich)
Musée Chapu, Mee sur Seine (Frankreich)
Kulturpfad Peine, Abbensen bei Peine (Deutschland)
 
2003 "Sculptures en-L'Ile", auf der Seine-Insel Nancy bei Andrésy (Frankreich)
"Verflechtungen" Kunst - Pfad - Alte Goseburg, Lüneburg (Deutschland)
"Strich - Schrift - Zeichen" Galerie PROARTE, Caputh (Deutschland)
2004 "Sculptures en-L'Ile", auf der Seine-Insel Nancy bei Andrésy (Frankreich)
"Cohésion d' été", Ausstellung für zeitgenössische Kunst, Orangerie/Château de la Louvière, Montluçon (Frankreich)
2005 "Sculptures en-L'lle", auf der Seine-Insel Nancy bei Andrésy (Frankreich)
Kunstpfad auf der Streuobstwiese, Ausstellung im Hamburger Umweltzentrum zu den norddeutschen Apfeltagen, Hamburg (Deutschland)
2006 Fête de l'automne, Centre Artistique, Verderonne
Les Génie des Jardins, 48 artistes plasticiens, Sèment de l'Art. In 10 öffentlichen Gärten im 11. Arrondissement, Paris
Métamorphoses du Livre, Centre Artistique, Verderonne
Histoires d'eaux - histoires d'art, Gréoux-les-bains, Alpes de Haute-Provence
Kunsttour Caputh, Wasser-Zeichen-Symbole, Caputh bei Potsdam
Le Genie des Jardin, Square Jules Ferry, Paris
 
2008 Kunst im Park bei den Norddeutschen Apfeltagen im historischen Gutspark von Hoisbüttel/Ammersbek
2009 Le Genie des Jardins, Square des Jardiniers, Paris
Bastille Design Center, Paris
2010 Drei Zeiten, mit Jean und Ora Adler, Kloster Bentlage bei Rheine
Le Genie des Jardins, Square Majorelle, Paris
2011 Kultur am Abend, Egon-Bahr-Haus, SPD Peine
Ute Best et ses amis et amies, Kreismuseum Peine
2012 „Ephemeres“ Bastille Design Center, Paris (Frankreich)
„Art en Capital“ Salon Comparaisons im Grand Palais, Paris (Frankreich)
2013 en mouvement - in bewegung (Wien), Institut français de Vienne

 


 

Preise

1998 1. Preis beim Kulturpreis des Landkreises Peine (Deutschland)
2000 1. Preis "Eclat international 2000" beim Dritten Salon Manganèse, Vaureal , Val d'Oise (Frankreich)
2001 3. Preis beim internationalen Bildhauer-Symposium in Nienhagen bei Celle
2002 Sonderpreis zum Thema Frieden beim 4. Salon Manganèse Vaureal , Val d'Oise (Frankreich)

 


 

Weitere Informationen

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